Volatiler Handel
Super Micro Computer: Aktie vor 40-Prozent-Crash?
Der Markt wartet immer noch auf die verspäteten Finanzberichte von Super Micro Computer (SMCI) für das am 30. Juni endende Geschäftsjahr und das September-Quartal. Die Achterbahnfahrt der Aktie geht weiter.
- Finanzberichte von Super Micro weiterhin ausstehend.
- Analysten gespalten: 50% neutral, 25% kaufen/verkaufen.
- Volatile Aktie: 29% Anstieg nach Betrugsuntersuchung.
- Report: Nvidia bringt’s nicht mehr!

Nicht nur Anleger sind unsicher, wie es mit der Aktie weitergeht – auch die Wall Street ist sich uneins. Die Analysten, die die Aktie covern, sind gespalten: 50 Prozent sind neutral, während 25 Prozent "Kaufen" und 25 Prozent "Verkaufen" sagen.
Der Handel ist volatil. Die Aktie stieg am Montag um 29 Prozent, nachdem ein vom Vorstand ernannter Ausschuss nach einer Untersuchung der Unternehmenskonten keine Beweise für Betrug oder Fehlverhalten gefunden hatte. Die Untersuchung wurde eingeleitet, nachdem der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young im Oktober gekündigt hatte und sich weigerte, "mit den vom Management erstellten Finanzberichten in Verbindung gebracht zu werden". Der Ausschuss empfahl dem Unternehmen, seinen Finanzvorstand zu ersetzen und einen neuen Leiter der Buchhaltung zu ernennen.
Die Analysten von Wedbush bezeichneten die Ergebnisse als "in vielerlei Hinsicht positiv" und wiesen darauf hin, dass das Risiko eines Delistings von Super Micro nun minimal sei. Die Nasdaq hat mit einem Delisting gedroht, da das Unternehmen seine Berichte verspätet eingereicht hat.
Es gab jedoch eine Einschränkung. Wedbush-Analyst Matt Bryson sagte, dass die von Super Micro ergriffenen Maßnahmen "angesichts der scheinbaren Schwere der auslösenden Maßnahme (der Rücktritt eines Wirtschaftsprüfers) offenbar nur begrenzte Auswirkungen haben".
Bryson fügte hinzu, dass das Fehlen größerer offensichtlicher Veränderungen in der Führungsstruktur des Unternehmens "das Unternehmen wohl anfälliger für zukünftige finanzielle Fehltritte (tatsächliche oder vermeintliche) machen wird".
Dementsprechend liegt sein Kursziel bei nur 24 US-Dollar, was einem Rückgang von 40 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Dienstag entspricht.
Investor Johnny Zhang empfiehlt derweil Anlegern, ihre Gewinne zu realisieren, solange dies noch möglich ist, und warnt vor den Risiken, die das Halten von Aktien angesichts der bestehenden Unsicherheiten birgt.
"Für diejenigen, die den Kurssturz mitgemacht und eine anständige Rendite erzielt haben, könnte es ratsam sein, Gewinne mitzunehmen und bis zur nächsten Gewinnveröffentlichung an der Seitenlinie zu bleiben." Zhangs Bewertung lautet dementsprechend "Verkaufen".
Autorin: Gina Moesing, wallstreetONLINE Redaktion

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