Amnestieprogramm bei ThyssenKrupp

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Keine Hinweise auf Kartell bei Autostahl

ESSEN (dpa-AFX) - Nach dem neuerlichen Bußgeld im Schienenkartellfall könnte der Industriekonzern ThyssenKrupp in einem anderen Fall glimpflich davon kommen. Die internen Ermittlungen wegen des Verdachts illegaler Preisabsprachen bei Autoblechen hätten keine Hinweise auf ein Fehlverhalten ergeben, teilte das Unternehmen am Dienstag in Essen mit. Entwarnung wollte es aber noch nicht geben. Signifikante Risiken für den Konzern könnten weiter nicht ausgeschlossen werden.

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Ende Februar hatte das Bundeskartellamt wegen eines Anfangsverdachts nach einem anonymen Hinweis Geschäftsräume von ThyssenKrupp sowie der Konkurrenten Voestalpine und ArcelorMittal durchsucht. Seitdem haben die Konzerne vom Kartellamt nach eigenem Bekunden in diesem Fall nichts mehr gehört. Auch Voestalpine fand bei den internen Ermittlungen keine Hinweise auf ein neuerliches Kartell.

Sollte sich der Ursprungsverdacht erhärten, hätte das gerade für ThyssenKrupp große Sprengkraft. Die Autobranche ist der Hauptabnehmer für den Stahl des Traditionskonzerns. Da ThyssenKrupp zudem ein Wiederholungstäter ist, könnte eine viel größere Strafe als bei den früheren Kartellen drohen. Um das zu vermeiden, wollte der Konzern selbst beim Bundeskartellamt zur Aufklärung beitragen.

Um Mitarbeiter zum Auspacken zu bewegen, setzte Vorstandschef Heinrich Hiesinger von Mitte April an ein zweimonatiges Amnestieprogramm auf. Es sollte an Preisabsprachen Beteiligten die Chance geben, ohne Angst vor einem Rauswurf reinen Tisch zu machen. Insgesamt gingen laut ThyssenKrupp mehr als 20 Hinweise zu möglichen Verstößen ein, aber nicht zum Verdacht eines Kartells gegen die Autobranche.

Schwerwiegende Fälle seien nach einer ersten Auswertung der Hinweise generell nicht dabei gewesen. Zumeist habe es sich um individuelles Fehlverhalten bei Kunden- und Lieferbeziehungen im In- und Ausland gehandelt. Interne Maßnahmen sollen das künftig abstellen. Rund ein Drittel der Meldungen blieben ohne Befund. Dabei habe es sich vielmehr um Fragen gehandelt, wie sich Mitarbeiter im Einklang mit den Konzernregeln verhalten sollen.

Vorstandschef Hiesinger bekräftigte die Null-Toleranz-Politik seines Hauses gegen zweifelhafte Geschäftspraktiken. 'Mit dem Amnestieprogramm haben wir den Kulturwandel in unserem Unternehmen weiter vorangetrieben', sagte der Manager. 'Wir als Vorstand erwarten von allen Führungskräften, dass sie in ihrem Verantwortungsbereich ordnungsgemäße Geschäftsprozesse sicherstellen, hinsehen und handeln. Wer nicht mitzieht, hat bei uns nichts zu suchen.' Künftig sollen sich bei ThyssenKrupp 60 Beschäftigte hauptamtlich mit dem Kampf gegen Korruption und illegale Absprachen beschäftigen. Ihnen arbeiten weitere 350 sogenannte Compliance-Manager in den einzelnen Sparten zu./enl/stk/rum






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