Rüstungskonzern
Rheinmetall: Großauftrag der anderen Art – glänzende Wachstumsaussichten?
Rheinmetall hat einen Großauftrag aus der Automobilbranche an Land gezogen. Konzern-Chef Armin Papperger sieht unterdessen glänzende Wachstumsaussichten für den Rüstungskonzern und schließt Zukäufe nicht aus.
Bei dem jüngsten Großauftrag gehe es um "Sekundärluftsysteme eines namhaften deutschen, global agierenden Automobilherstellers der Premiumklasse", heißt es. Der Gesamtauftragswert liegt im
mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Rheinmetall teilte mit, dass man in den Jahren 2025 bis 2032 auf Kundenwunsch über vier Millionen Gebläse und mehr als 4,5 Millionen Ventilmodule für Sekundärluftsysteme produzieren werde. Zudem
würden weitere kundenspezifische Entwicklungsleistungen erbracht werden.
Die Rheinmetall-Aktie profitiert von der Positivnachricht leicht: Am Donnerstagnachmittag steht die Aktie im Xetra-Handel rund ein Prozent im Plus. Ein Anteilsschein kostet derzeit 194,90 Euro (Stand:02.06.2022. 13:34 Uhr)
Rüstungsaktien zählten zuletzt zu den Profiteuren des Ukraine-Krieges. Die Rheinmetall-Aktie gewann allein seit Jahresanfang mehr als 120 Prozent hinzu.
Derzeit empfehlen sieben von elf Analysten den Kauf der Rheinmetall-Aktie: UBS, die Berenberg Bank, HSBC, Merrill Lynch, Goldman Sachs, Kepler Cheuvreux und die DZ Bank haben eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Warburg Research, Deutsche Bank, Morgan Stanley und die Nord/LB empfehlen zu halten.
Rheinmetall sieht sich wegen des jüngsten Rüstungsbooms auf steilem Wachstumskurs. "Über die kommenden Jahre sollte eine Wachstumsrate von 20 Prozent möglich sein", sagte Konzern-Chef Armin
Papperger heute dem Handelsblatt.
Und weiter: "Den dafür nötigen Aufbau der Kapazitäten schaffen wir. Im Jahr 2025 dürften wir so einen Umsatz allein mit Produkten aus dem Verteidigungsbereich von über zehn Milliarden Euro
haben."
Auch weitere Zukäufe schloss Papperger nicht aus: "Dieses Wachstum ist ohne Akquisitionen möglich. Aber wir sind bereit für Zukäufe." .
Autor: Ferdinand Hammer, wallstreet:online Zentralredaktion
