Der Spekulationspate ist zurück!

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Er will es nochmal wissen: George Soros wettet gegen China, Amerika und Europa

Nach langer Zeit übernimmt der Wettkönig George Soros noch einmal das Ruder in seinem Hedgefonds und macht sich dabei die ganze Welt zum Gegner. Aufgrund von wirtschaftlichen und politischen Krisen setzt er verstärkt nur noch auf Gold und Silber.

Im Laufe der Zeit wurde seine Geschichte an den Finanzmärkten fast schon wie eine Legende überliefert. George Soros, der gegen die britische Währung spekuliert und damit eine Milliarde Pfund verdient. George Soros, der in der Finanzkrise gegen den US-amerikanischen Häusermarkt wettet und dabei eine Milliarde Dollar absahnt. George Soros, der sich auch an der Griechenland-Krise eine goldene Nase verdient hat.

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Er braucht die Krisen und er beschwört sie zum Teil selbst. Ein geschickter Schachzug, der sich des Öfteren schon als erfolgreich erwiesen hat. Ziehen viele Investoren nach, so erfüllt sich die Erwartung irgendwann von selbst. Ob er auch diesmal wieder auf den praktischen Effekt setzt? Möglich. Doch was sich momentan über dem weltweiten Börsen- und Devisenmarkt zusammenbraut, kann nicht einfach als überzogene Schwarzmalerei abgetan werden. 

Viele neue Krisen - Soros freut's

Zu Beginn des Jahres erschütterte das Börsenbeben in China die weltweiten Aktienmärkte, der Ölpreis fiel währenddessen auf ein nie dagewesenes Tief, was Saudi Arabien als weltweit größtes Ölförderland dazu veranlasste, mal eben seine gesamte Wirtschaft umzukrempeln. Und auch die jüngsten (geo-) politischen Krisen geben kaum Grund zur Hoffnung auf eine rasche Stabilisierung und Erholung der Märkte.

Soros sieht das ebenso. Im Gespräch mit dem "Wall Street Jorunal" weist er auf Chinas andauernde Problem der Kapitalflucht und den Aufbrauch fremder Währungsreserven hin. Auch die innenpolitischen Konflikte dürften seiner Meinung nach dazu führen, dass sich das Land wirtschaftlich nicht so schnell erholen wird. Ganz offen spricht er nebenbei vom möglichen Kollaps der Europäischen Union, zu dem die aktuelle Flüchtlingskrise, die anhaltenden Probleme in Griechenland und der mögliche Brexit ihr Übriges tun dürften.

Für ihn sind das ausreichend Gründe, quasi gegen die ganze Welt zu wetten. Nicht etwa, um die Probleme zu lösen, sondern schlicht um daraus Profit zu schlagen. Schon im Jahr 1992 kommentierte er seinen Triumph mit den nüchternen Worten: „Ich habe nicht gegen das Pfund gewettet, um England zu helfen. Ich habe es auch nicht getan, um England zu schaden. Ich habe es getan, um Geld zu verdienen.“ (Quelle: "FAZ").

Währungskrieg und Edelmetalle

Was tut der Pragmatiker also heute? Bereits im Januar verkündete er auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos, dass er sich nun gegen den chinesischen Yuan (Renminbi) positioniert habe. China werde hart landen, prophezeite er. „Das erwarte ich nicht nur, ich beobachte es bereits.“ Bei der chinesischen Regierung kam dies allerdings nicht so gut an ("Peking greift Soros an: 'Überleg es dir gut, bevor du China den Währungskrieg erklärst'").

Und weil sich der deflationäre Druck auch in alle anderen Teil der Welt ausbreiten werde, wettete Soros gleich auch noch gegen den S&P 500. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, habe er nun auch angefangen, einige Aktienbestände seines Hedgefonds zu verkaufen und stattdessen in Gold und Silber zu investieren. In turbulenten Zeiten gelten die Edelmetalle nach wie vor als sicherstes Wertaufbewahrungsmittel.

Demnach habe seine Firma im ersten Quartal insgesamt 19 Millionen Aktien vom größten Goldförderunternehmen der Welt, Barrick Gold Corp. erworben, was sich bereits in einer Ertragshöhe von 90 Millionen Dollar ausgezahlt habe. Zusätzlich habe der Fonds eine Million Aktien des Silberproduzenten Silver Wheaton Corp gekauft, deren Wert seitdem um 28 Prozent gestiegen sind. Aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften erlebt Silber derzeit einen weitgehenden Hype, Insider erhoffen sich einen neunfachen Preisanstieg in nur drei Jahren (mehr dazu hier).

Sollte Soros mit seiner Strategie am Ende wieder richtig liegen, bleibt wie so oft die Frage offen: Hatte er Recht oder hat er sich selbst zum Recht verholfen?



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