DMA greift durch

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EU zwingt Google zu radikalen Änderungen bei Suchergebnissen

Google gerät unter EU-Druck und passt seine Suchergebnisse an mit neuen Formaten, einheitlichen Kacheln und dem überraschenden Comeback der klassischen "blauen Links".

Für Sie zusammengefasst
  • Google passt Suchergebnisse unter EU-Druck an.
  • DMA schränkt Big Tech ein, Strafen drohen.
  • Kleinere Anbieter kritisieren Umsatzverluste stark.
  • Report: Goldpreis nicht zu stoppen
DMA greift durch - EU zwingt Google zu radikalen Änderungen bei Suchergebnissen

Der Internetriese Google steht erneut im Visier der Europäischen Union und reagiert mit frischen Änderungen an seinen Suchergebnissen. Nach Beschwerden kleinerer Wettbewerber und anhaltendem Druck der EU-Kartell-Behörden versucht der Alphabet-Konzern, die Anforderungen des Digital Markets Act (DMA) zu erfüllen.

DMA zwingt Big Tech in die Knie

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Der seit letztem Jahr geltende DMA zielt darauf ab, die Marktmacht großer Technologieunternehmen zu beschränken. Konkret dürfen Konzerne wie Google ihre eigenen Produkte und Dienstleistungen nicht bevorzugen. Bei Verstößen drohen empfindliche Strafen von bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes – eine gewaltige Summe für den US-Konzern, der zuletzt über 280 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielte.

"Wir haben weitere Änderungen an unseren europäischen Suchergebnissen vorgeschlagen, um den Forderungen von Wettbewerbern gerecht zu werden und gleichzeitig die Ziele des DMA zu erfüllen", schrieb Googles Justiziar Oliver Bethell am Dienstag.

Welche Änderungen plant Google

Eine der zentralen Änderungen ist die Einführung einheitlich formatierter Kacheln, die es Nutzern ermöglichen sollen, leichter zwischen Preisvergleichsseiten und Unternehmensseiten zu wählen. Zudem werden neue Werbeformate eingeführt, die es Vergleichsportalen erlauben, Preise und Bilder prominenter zu platzieren.

Ein weiterer Schritt ist ein Testlauf in Deutschland, Belgien und Estland: Hier plant Google, vorübergehend die Hotelkarten und die darunter angezeigten Ergebnisse aus den Suchresultaten zu entfernen. Stattdessen sollen die altbekannten "zehn blauen Links“ zurückkehren, um die Benutzerinteraktionen zu evaluieren.

Dennoch zeigte sich Googles Justiziar Oliver Bethell skeptisch, ob diese Maßnahmen tatsächlich im Interesse der Nutzer sind. Er betonte: "Die Abschaffung hilfreicher Funktionen nützt weder den Nutzern noch den Unternehmen."

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Kritik aus der Wirtschaft: Umsatzverluste und Unsicherheit

Vor allem kleinere Anbieter, darunter Hotels, Fluggesellschaften und Einzelhändler, sehen die Änderungen kritisch. Laut eigenen Angaben verzeichneten sie seit den bisherigen Anpassungen von Google einen Rückgang der direkten Buchungen um bis zu 30 Prozent.

"Die Herausforderung liegt darin, die oft widersprüchlichen Interessen verschiedener Marktteilnehmer unter einen Hut zu bringen," erklärte Bethell 

Aktienanalyse: Alphabet-Aktie unter Beobachtung

Trotz regulatorischen Gegenwinds bleibt die Alphabet-Aktie robust. Analysten der Schweizer Großbank UBS bewerten die A-Aktie weiterhin mit "Neutral" und einem Kursziel von 192 US-Dollar. Analyst Stephen Ju erklärte, die US-Regierungsmaßnahmen gegen Googles Monopolstellung seien zwar risikobehaftet, dürften sich jedoch erst ab 2028 auswirken.

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Die Alphabet-Aktie hat in diesem Jahr bereits um 28,5 Prozent zugelegt und notiert aktuell bei 167 US-Dollar. Analysten erwarten, dass die rechtlichen Streitigkeiten und mögliche Konsequenzen langfristig an den Gerichten ausgetragen werden.

Fazit: Europas Vorstoß gegen Big Tech

Mit dem DMA zeigt die EU, dass sie gewillt ist, die Marktmacht der großen Technologieunternehmen in Schach zu halten. Ob die neuen Änderungen von Google die Wettbewerber zufriedenstellen und zugleich den Verbrauchern dienen, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass der Druck auf Google und andere Big-Tech-Konzerne in Europa weiter zunehmen wird.

Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

Die Alphabet Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,46 % und einem Kurs von 159,1USD auf Tradegate (26. November 2024, 12:19 Uhr) gehandelt.



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Verfasst vonPascal Grunow

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